


Im Fries Museum in Leeuwarden wurde kürzlich die Ausstellung „RADBOD: der legendäre König“ eröffnet. Mit dabei sind auch besondere Exponate aus Emden: kunstvoll rekonstruierte Helme, die BBS-II-Lehrer Claus Weißenborn gemeinsam mit Lernenden der Berufsbildenden Schulen II Emden angefertigt hat.
Die Helme nehmen in der Ausstellung einen besonderen Platz ein. Sie entstanden auf Grundlage historischer und archäologischer Recherche. Dabei beschäftigten sich die Beteiligten nicht nur mit dem Aussehen frühmittelalterlicher Schutzhelme, sondern auch mit den Materialien und Herstellungsmethoden jener Zeit. Für die Rekonstruktionen kamen daher teilweise historische Fertigungstechniken zum Einsatz.
Die Ausstellung führt Besucherinnen und Besucher in das Frisia des 7. und 8. Jahrhunderts. Dieses Gebiet erstreckte sich damals über den Nordseeraum – von der niederländischen bis zur norddeutschen Küste sowie in das Gebiet um Utrecht. Im Mittelpunkt steht König Radbod, der vor mehr als tausend Jahren über große Teile Frieslands geherrscht haben soll und bis heute als legendäre Figur der norddeutschen und niederländischen Geschichte gilt.
Vom 5. September 2026 bis zum 7. Februar 2027 ist die Ausstellung im Fries Museum in Leeuwarden zu sehen. Anschließend kommt sie nach Emden: Vom 20. März bis zum 29. August 2027 wird sie im Ostfriesischen Landesmuseum präsentiert. Dann können auch Besucherinnen und Besucher vor Ort die von der BBS II Emden mitgestalteten Helme erleben.
An der feierlichen Ausstellungseröffnung in Leeuwarden nahmen für die BBS II Emden Schulleiter Björn Holzgrabe, Claus Weißenborn und Gero Conring teil.
Hintergrund:
Das Projekt REDBAD ist Ergebnis einer mehrjährigen Zusammenarbeit deutscher und niederländischer Universitäten, Museen und Forschungseinrichtungen. Neben der Ausstellung entstehen unter anderem ein Rollenspiel, das auch als Brettspiel verfügbar sein soll, eine frei zugängliche wissenschaftliche Online-Publikation, ein Buch sowie ein Bildungsprogramm mit Vorträgen und Workshops. Gefördert wird das Projekt durch das Interreg-VI-Programm Deutschland–Niederlande, die Provinzen Fryslân und Groningen sowie die Niedersächsische Staatskanzlei.






