25.03.22 07:32
Von: HEK

Schülerinnen des Beruflichen Gymnasiums beteiligen sich an Stolpersteinverlegung


Maike Olthoff und Cosima Artmann legen Rosen neben den Stolpersteinen für die Familie Gans in der Großen Straße nieder.

Stolpersteine für die Familie Gans

Der Künstler Gunter Demnig verlegt Stolpersteine für die Familie Karseboom/Wolff, im Hintergrund zu sehen sind Cosima Artmann und Maike Olthoff

Der Stolperstein für Gesine Lüken

Am Freitag, dem 18. März 2022, verlegte der Künstler Gunter Demnig in Emden im Rahmen der inzwischen 15. Verlegung weitere 25 Stolpersteine im Stadtgebiet. An den Standorten in der Großen Straße und in der Wolthuser Straße beteiligten sich Cosima Artmann und Maike Olthoff, beide Schülerinnen des Beruflichen Gymnasiums der BBS II Emden, an der Gedenkveranstaltung. Sie lasen aus den Biographien der Emder Familien Gans und Karseboom/Wolff, die während der nationalsozialistischen Terrorherrschaft vertrieben, deportiert und ermordet wurden, vor.

Heute sind in Emden mehr als 320 Stolpersteine zu finden, die auf das Schicksal jüdischer Bürgerinnen und Bürger und anderer Opfer des Nationalsozialismus hinweisen. Mit den Stolpersteinen für Gesine Lüken, Berend Hündling und Henry Mellendorf, die den sog. Krankenmorden zugeordnet werden, wird zudem den Opfern des nationalsozialistischen Euthanasieprogramms „Aktion T4“ gedacht.

Gero Conring, stellvertretender Schulleiter und Geschichtslehrer der BBS II Emden, freut sich sehr über das Engagement der Schülerinnen: „Es macht mich sehr froh, dass die Stolpersteinverlegung wieder von so vielen jungen Menschen unterstützt wurde. Gerade ein aktiver und biographieorientierter Umgang mit dem Schicksal der vielen Opfer des Nationalsozialismus, ermöglicht eine konkrete Auseinandersetzung mit dem Vergangenen und stärkt das Erinnern.“