10.01.17 20:55
Von: HEK

Sprachlernschüler der BBS II absolvieren betriebliches Praktikum bei Volkswagen in Emden


Die Sprachlernschüler an ihrem Praktikumsstandort

Eine positive Bilanz zogen sowohl Fachlehrer Rainer Florian und Schulleiter Ulrich Wiegers als auch Michael Rieken, Stefan John und Maren Höster von der Volkswagen Akademie Emden, als es um das kürzlich abgeschlossene Praktikum der Sprachlernschüler der BBS II Emden ging. Den 15 Schülern, die mit großem Engagement ihren praktischen Einsatz absolvierten, wurden vielfältige Einblicke in den Ausbildungsalltag der Volkswagen Akademie in Emden geboten.

Auszubildende der Berufe Fahrzeuglackierer, Elektroniker und Werkzeugmechaniker sowie ihre Ausbilder zeigten den jungen Männern im Alter von 17 bis 21 Jahren die Berufsausbildung am Standort.

 „Wenn Menschen unterschiedlicher Kulturen und mit unterschiedlichen Sprachniveaus aufeinandertreffen, ist man schon ein bisschen gespannt. Doch durch eine offene und vor allem respektvolle Begegnung ist uns eine gute, konstruktive Zusammenarbeit gelungen. Das sind Eindrücke, die man beruflich und privat nutzen kann, weil sie jegliche Vorurteile beseitigen“, betont Michael Rieken, Leiter der Volkswagen Akademie in Emden.

Derzeit betreuen die BBS II Flüchtlinge in zwei Sprachlernklassen. Neben der Beschulung im Berufsvorbereitungsjahr (BVJ) wird einer weiteren Gruppe Schutzsuchender in einer SPRINT-Klasse Unterricht erteilt, die über die Berufsschulpflicht hinausgeht und für Schüler bis zum vollendeten 21. Lebensjahr erweitert wurde.

Schulleiter Ulrich Wiegers freut sich über die bereits gemachten Fortschritte: „Die Flüchtlingshilfe ist eine der derzeit bedeutendsten gesamtgesellschaftlichen Aufgaben, das erfolgreiche Praktikum dafür ein wichtiger Beitrag. Insgesamt hat das Sprachniveau der Schüler höchste Priorität, deshalb muss eines der zentralen Ziele die Sprachförderung in Kombination mit Berufsbezügen sein.“

Im kommenden Jahr soll durch den geplanten SPRINT-Dual-Bildungsgang der Einstieg für Sprachlernschüler in das Berufsleben weiter erleichtert werden. Neben drei Praxistagen, die die Schüler in Betrieben absolvieren werden, sollen sie für die verbleibenden zwei Tage eine intensive Sprachförderung im Rahmen der schulischen Betreuung erhalten. Der konkrete Berufsbezug und die kontinuierliche Sprachförderung sollen den Schülern dann einen direkten Einstieg in eine duale Berufsausbildung ermöglichen. Finanziert wird der Bildungsgang von der Agentur für Arbeit.

 

Zu SPRINT:

Hinter der Abkürzung SPRINT verbirgt sich das Sprach- und Integrationsprojekt für jugendliche Flüchtlinge, welches das Ziel verfolgt, neue pädagogische und organisatorische Konzepte für zugewanderte Jugendliche zu erproben. Das SPRINT-Projekt ist dabei in die Schwerpunkte Spracherwerb, Einführung in die regionale Kultur und Lebenswelt und Einführung in das Berufs- und Arbeitsleben gegliedert. (Quelle: www.mk.niedersachsen.de)