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Bis Ende des 19.Jahrhunderts wurden an der Gewerbeschule in Emden Barbiere ausgebildet. Erst danach setzte sich der französische Begriff Friseur durch. Barbiere betätigten sich in der so genannten „kleinen Chirurgie“ und lebten von einfachen, geringbezahlten Tätigkeiten wie dem Rasieren des männlichen Kunden, vom Aderlassen, Schröpfen und Zahnziehen sowie Wund- und Frakturbehandlung. Außerdem wurden in kriegerischen Auseinandersetzungen Schuss- und Stichwunden versorgt, Hautleiden, Geschwüre und Verrenkungen behandelt. Bis zur endgültigen Professionalisierung des Arztberufes gehörte der Barbier zum Chirurgenhandwerk.
Zur Zeit der Gewerbeschulgründung in Emden gab es aus genanntem Grunde einen Umbruch im Berufsbild der Barbiere. Während diese sich als Herrenfriseure etablierten, begannen sich Perückenmacher als Damenfriseure zu spezialisieren. Um 1900 wurde der „Rasierhobel“ erfunden, wodurch die Tätigkeit des Barbiers als Herrenfriseur im Bereich der Rasur stark zurückging.
Heute stehen neben dem traditionellen Haarschnitt, dem Haarfärben, der Dauerwelle und Wasserwelle solche Tätigkeiten wie Extension (Haarverlängerung mit Echthaar), dauerhafte Haarglättungen und Fönfrisuren auf dem Programm der Berufsinhalte des Friseurs/der Friseurin. Der Trend zu umweltfreundlichen und hautverträglichen Präparaten ist seit einigen Jahren Stand der Entwicklung.
Die Kolleginnen der Abteilung Körperpflege nehmen mit Schülerinnen der Fachklassen und des Berufsgrundbildungsjahres Köperpflege (BGJ) seit Jahren mit Erfolg an Meisterschaften des Friseurhandwerks teil, auch auf Landes- und Bundesebene. Ab August dieses Jahres wird das BGJ umgewandelt in die Berufsfachschule Friseurtechnik.
In der Maske der BBSII-Theatergruppe „Die Rampe“ spielt Christel Eiselt seit Jahrzehnten eine unverzichtbare Rolle. Aus gerade der Pubertät entsprungenen Schülern werden „alte“ Menschen mit Falten sowie schütterem und grauem Haar, man denke nur noch an den Dorfrichter Adam oder an die „Befristeten“ von Elias Canetti.
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