Fachgruppe Metalltechnik
Im Jahr 1985 wurde der erste Unterrichtsraum für die Metalltechnik mit 13 PCs (12 Schüler- und ein Lehrerarbeitsplatz) ausgestattet und eine computergestützte Werkzeugmaschine (CNC-Fräsmaschine) angeschafft. Mittlerweile sind in der Schule weit über 200 Rechner in Nutzung. Aufgrund der immensen Geschwindigkeit der technischen Weiterentwicklung entsprechen diese Geräte im Höchstfall vier Jahre den Anforderungen der Schule, hierin erklärt sich der Anspruch auf etwa 50 neue Rechner pro Jahr.  Pneumatik und Elektropneumatik, Hydraulik und Speicherprogammierbare Steuerung vervollständigten die Unterrichtsinhalte dieses Fachbereiches.

Verbunden mit der technologischen Entwicklung nicht nur im IT-Bereich hat es einen gravierenden Veränderungs-Prozess in den Produktions- und Dienstleistungsabläufen gegeben. Diese Veränderungen hatten Auswirkungen auf die Lerninhalte in der Berufsschule, denn der Veränderungsprozess in der BBS ist ja nur ein Spiegel der Entwicklung im Arbeitsleben und in der Gesellschaft. Folgerichtig haben sich auch Änderungen im didaktischen Umfeld der Berufsschule ergeben.

Hatten wir 1984 im fachlichen Themenfeld der Berufsausbildung in der Berufsschule noch die Fächer Naturwissenschaft, Fachkunde, Fachrechnen und Technisches Zeichnen, so wurde in der nachfolgenden Zeit das Fach Naturwissenschaft in das neue Fach Technologie integriert und die weiteren Fächer in Technische Mathematik und Technische Kommunikation umbenannt. Nach Aussage der ausbildenden Wirtschaft wurden die beruflichen Zusammenhänge immer komplexer und ein vernetztes, themenübergreifendes Denken von den Fachleuten erwartet. Die Konsequenz war, dass die zuvor beschriebene Stundentafel ganz aufgelöst und nur noch „Fachtheorie Metall“ unterrichtet wurde. Entsprechend den Ausbildungsberufen gab es eine Unterteilung in verschiedene Lerngebiete mit unterschiedlichen Zeitkontingenten. Technische Mathematik und Technische Kommunikation wurden fester Bestandteil der Lerngebiete. Aufgrund der missverständlichen Lesbarkeit der Zeugnisse veränderte man die Lerngebiete in Lernfelder, so dass die Leistungen in Technischer Mathematik und Technischer Kommunikation wieder ausgewiesen wurden.

Sowohl in der Schulinspektion im Dezember 2006 als auch bei einer Schülerbefragung 2007 erzielte die BBS II gute Ergebnisse. Dies spiegelt sich auch wider in den Prüfungsergebnissen der Auszubildenden in den metalltechnischen Berufen. Die Zusammenarbeit der Kollegen der FG Metall II mit den kleinen und großen Betrieben sowie den verschiedenen Ausschüssen und den Kammern funktioniert vorbildlich. Der kontinuierliche Wandel in der kollegialen Zusammensetzung der Fachgruppe wird sicher auch in der Zukunft mit dem Wandel in den Ausbildungsbedingungen für die metalltechnische Berufe Schritt halten.