25.05.22 08:36
Von: HEK

„Hier steht keine Maschine vor Ihnen, die irgendwelche Entscheidungen trifft, sondern ein Mensch aus Fleisch und Blut.“

Johann Saathoff, Mitglied des Deutschen Bundestages und parlamentarischer Staatssekretär, berichtet Schüler*innen der BBS II Emden aus seinem Leben als Politiker und diskutiert mit ihnen über aktuelle gesellschaftspolitische Themen.


Johann Saathoff während der Diskussion mit den Schüler*innen

Was macht eigentlich ein Spitzenpolitiker wie Johann Saathoff den ganzen Tag? Wohnt er in Berlin oder in Pewsum? Oder etwa in beiden Orten? Wie ist er Politiker geworden? Und was denkt er über den Klimawandel?

Auf diese Fragen erhielten am gestrigen Dienstag rund 140 Schüler*innen der BBS II Emden Antworten, als sie den Bundestagsabgeordneten und parlamentarischen Staatssekretär im Rahmen einer zweistündigen Vortrags- und Diskussionsveranstaltung, welche durch das Projekt „Demokratie leben“ zustande kam, in ihrer Schule treffen konnten. Der Termin war nicht nur für die Lernenden ein besonderes Ereignis, auch für den Vollzeitpolitiker war es die erste Veranstaltung dieser Art seit Beginn der Corona-Pandemie.

In einem kurzen Vortrag zeigte Johann Saathoff wichtige Stationen seines politischen Werdegangs auf, dabei brachte er den Zuhörenden auf sympathische und humorvolle Weise auch den Politikbetrieb im fernen Berlin näher. Vor allem aber ließ der Bundestagsabgeordnete viel Raum für Fragen und eine anschließende Diskussion. Dabei wurden aktuelle Themen wie der Krieg in der Ukraine und der daraus resultierende Paradigmenwechsel in der deutschen Verteidigungs- und Energiepolitik genauso berücksichtigt wie der Klimawandel und die Zuwanderung.     

Hinsichtlich aller Themen, die die anwesenden Schüler*innen im Rahmen der Veranstaltung ansprachen, machte Johann Saathoff immer wieder eines deutlich: Politik sei häufig von Kompromissen geprägt. Politische Entscheidungen mit all ihren möglichen Folgen müssten oft mit vielen verschiedenen Akteuren gemeinsam getroffen werden. Das mache Politik mitunter sehr komplex und für Beobachter*innen auf den ersten Blick nicht immer schlüssig und nachvollziehbar.

 

Der stellvertretende Schulleiter Gero Conring freut sich über die gelungene Veranstaltung: „Ich danke Herrn Saathoff für sein Engagement, unseren Schüler*innen das komplexe Spannungsfeld der Politik zwischen Gesellschaft und weiteren Teilbereichen - wie z. B. aus Wirtschaft und Wissenschaft – näherzubringen und sie zu aktiver politischer Teilhabe zu ermutigen. Ebenso danke ich den Schüler*innen für ihren Einsatz und ihr Interesse an Diskussion und Dialog.“