7.02.22 09:56
Von: HEK

Regionalwettbewerb „Jugend forscht“ in Emden wieder als Online-Veranstaltung

Auch in diesem präsentieren Deutschlands Nachwuchsforscherinnen und Nachwuchsforscher unter dem Motto „Zufällig genial?“ kreative und spannende Projekte in den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. Bundesweit haben sich in diesem Jahr 8.527 junge MINT-Talente mit 4.788 Projekten angemeldet. Jedoch findet der Wettbewerb – wie bereits im Jahr 2021 – als digitale Veranstaltung statt. Zum 39. Regionalwettbewerb in Emden werden 95 Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit insgesamt 52 Projekten erwartet.


Mayra Wilts und Jule Hoffmann präsentieren diverse Aluminiumteile, die sie im Restmüll gefunden haben

Reyk Janßen und Kevin Stomberg arbeiten an einem Morsetaster

Helge Poets richtet die Telegraphenlinie ein

Das Plakat des diesjährigen Wettbewerbs

Auf der Pressekonferenz, die anlässlich des kurz bevorstehenden Regionalwettbewerbs Emden stattfindet, kann der Regionalwettbewerbsleiter und BBS II-Lehrer Georg Janssen seine Vorfreude auf die vielfältigen Projektideen und Arbeiten der engagierten Jungforscherinnen und Jungforscher kaum verbergen – auch wenn diese durch das aktuelle Infektionsgeschehen der Corona-Pandemie etwas getrübt wird. Denn wie bereits im letzten Jahr wird auch der diesjährige Wettbewerb in Emden wieder vollständig als digitale Veranstaltung durchgeführt. An diesem Donnerstag, dem 10.02.2022, findet die Projektpräsentation statt. Die Jurygespräche erfolgen dabei per Videokonferenz. Die Schülerinnen und Schüler können ihre Projekte entweder zu Hause oder in ihrer Schule aufbauen und sie dann den Jurorinnen und Juroren via Webcam präsentieren. Zunächst haben die Teilnehmenden ca. fünf Minuten Zeit, um ihr Projekt vorzustellen. Im Anschluss daran kann die Jury Fragen zum Projekt stellen. Das wichtigste Kriterium für die Jurybewertung ist die eigenständige Bearbeitung des Projekts. Darüber hinaus zählen die Wissenschaftlichkeit sowie die Qualität der Präsentation. Die Online-Siegerehrung, die über den Youtube-Kanal der BBS II Emden live gestreamt wird, findet am Samstag, dem 12.02.2022, statt. Sie wird von Georg Janssen und BBS II-Schulleiter Björn Holzgrabe moderiert.

Insgesamt haben die Projekte die unterschiedlichsten Ideen zum Gegenstand und sind den Kategorien Arbeitswelt, Biologie, Chemie, Geo- und Raumwissenschaften, Mathematik, Informatik, Physik und Technik zuzuordnen. Die in Emden gekürten Siegerinnen und Sieger erwartet ein Ticket für den Landeswettbewerb nach Clausthal-Zellerfeld (Jugend forscht) vom 21. bis 24. März 2022 bzw. nach Einbeck (Schüler experimentieren) vom 28. bis 30. April 2022. Die Siegerinnen und Sieger von Clausthal-Zellerfeld qualifizieren sich überdies für den Bundeswettbewerb in Lübeck vom 26. bis zum 29. Mai 2022. Für die Kategorie „Schüler experimentieren“ findet kein Bundeswettbewerb statt.

Aus Emden sind in diesem Jahr drei Projekte dabei. Neben der bereits langjährigen Projektteilnehmerin Nele Drüner vom Johannes-Althusius-Gymnasium sind auch Teams der Grundschule Larrelt und des Max-Windmüller-Gymnasiums vertreten. Mayra Wilts und Jule Hoffmann von der Grundschule Larrelt haben sich intensiv mit der Möglichkeit des Recyclings von Aluminium beschäftigt, da die wertvollen Inhaltsstoffe aufgrund fehlender Mülltrennung zuhauf in der Müllverbrennungsanlage verschwinden. Unterstützt werden die beiden Grundschülerinnen von Stefan Wild (Hochschule Emden/Leer). Reyk Janßen, Kevin Stomberg und Helge Poets, allesamt Schüler des Max-Windmüller-Gymnasiums, haben sich dem Thema „Experimente zur Geschichte der Nachrichtentechnik am Beispiel der Telegraphie in Emden“ gewidmet. Neben der Erforschung der Geschichte der Telegraphie in Emden, u. a. durch eine umfassende Recherche im Emder Stadtarchiv, haben die Jungforscher Morsetaster und eine ca. 200 Meter lange Telegraphenlinie nachgebaut, um letztlich der Frage nachzugehen, welche Herausforderungen mit der Telegraphie verbunden waren. Betreut werden die Schüler von ihrem Physiklehrer Andreas Makus. Die technische Umsetzung erfolgte in den Fachpraxisräumen der BBS II Emden dank einer schon seit einigen Jahren bestehenden Kooperation beider Schulen. Dabei wurden das Forscherteam von BBS II-Lehrer Peter Termöhlen unterstützt.

Die weiteren Projektteilnehmerinnen und -teilnehmer kommen aus Oldenburg, Bad Zwischenahn, Bad Bederkesa, Leer, Ritterhude, Schortens und Wilhelmshaven.


Hintergrund:

Der Wettbewerb „Jugend forscht“ wurde 1965 von Henri Nannen u. a. vor dem Hintergrund des existierenden Fachkräftemangels ins Leben gerufen. Und das mit großem Erfolg, denn es zeigt sich, so Regionalwettbewerbsleiter Georg Janssen, dass eine beträchtliche Zahl der teilnehmenden Schülerinnen und Schüler auch im jeweiligen Fachgebiet ein Studium aufnehme.

In diesem Jahr findet der 57. Bundeswettbewerb statt. Niedersachsen ist in acht Regionalwettbewerbe aufgeteilt, bundesweit gibt es 90 Regionalwettbewerbe in den 16 Bundesländern. Das Einzugsgebiet des Regionalwettbewerbs Emden reicht von der Nordseeküste über Oldenburg und Ritterhude bis nach Cuxhaven. Geforscht wird in den oben genannten sieben Fachgebieten, unterteilt in die Sparten „Jugend forscht“ (Schüler und Studierende von 15 bis 21 Jahren) und „Schüler experimentieren“ (ab Klasse 4 bis 14 Jahre).

Die Finanzierung des Regionalwettbewerbs Emden wird von diversen Sponsoren geleistet. Zu diesen gehören die Stadtwerke Emden sowie die Sparkassen Emden, Aurich-Norden, Leer, Oldenburg, Rotenburg-Osterholz und Wilhelmshaven. Projektpatin ist die Stadt Emden.