12.02.21 12:42
Von: HEK

„Jugend forscht“ in Emden – Regionalwettbewerb findet am 18. Februar 2021 als Online-Veranstaltung statt

Unter dem Motto „Lass Zukunft da.“ präsentieren Deutschlands Nachwuchsforscherinnen und -forscher ihre kreativen und spannenden Projekte rund um die Themenfelder Naturwissenschaften, Mathematik und Technik. In diesem Jahr haben sich bundesweit 8.998 Jugendliche für die Regionalwettbewerbe bei Deutschlands bekanntestem Nachwuchswettbewerb angemeldet. Und dabei ist alles anders: Aufgrund der Corona-Pandemie findet der Wettbewerb als Online-Veranstaltung statt. Zum 38. Regionalwettbewerb Emden in der Nord-West-Region haben sich 83 Teilnehmerinnen und Teilnehmern mit insgesamt 52 Projekten angemeldet.


Gemeinsam für den Forschungsstandort Deutschland: 38. Regionalwettbewerb "Jugend forscht" an den BBS II Emden

Regionalwettbewerbsleiter Georg Janssen (re.) zusammen mit JAG-Schülerin Nele Drüner und Stefan Wild

Nele Drüner nimmt Einstellungen an der von ihr entwickelten Apparatur vor

Das aktuelle Plakat des Wettbewerbs (® Stiftung Jugend forscht e. V.)

Regionalwettbewerbsleiter und BBS II-Lehrer Georg Janssen blickt mit Spannung auf die vielfältigen Arbeiten in den unterschiedlichen Fachgebieten, deren Leitidee der Wissensdrang nach dem Entdecken von Unbekanntem und von neuen Zusammenhängen bzw. der Neuaufbereitung und Weiterentwicklung von Zusammenhängen ist. Dabei sorgt die Corona-Pandemie in diesem Jahr für ein bisher nicht dagewesenes Szenario, da der Regionalwettbewerb vollständig als Online-Veranstaltung durchgeführt wird. Am Donnerstag, dem 18.02.2021, erfolgen die Jurygespräche per Videokonferenz. Dabei können die Jungforscherinnen und Jungforscher ihre Projekte entweder zu Hause oder in ihrer Schule aufbauen und den Jurorinnen und Juroren mithilfe der Webcam präsentieren. Zunächst haben die Teilnehmenden ca. fünf Minuten Zeit, um ihr Projekt vorzustellen. Im Anschluss daran kann die Jury Fragen zum Projekt stellen. Das wichtigste Kriterium für die Jurybewertung ist die eigenständige Bearbeitung des Projekts. Darüber hinaus zählen die Wissenschaftlichkeit des Projekts sowie die Qualität der Präsentation. Die Online-Siegerehrung findet am Samstag, dem 20.02.2021, statt.

Die Projekte haben die unterschiedlichsten Ideen zum Gegenstand und sind den Kategorien Arbeitswelt, Biologie, Chemie, Geo- und Raumwissenschaften, Mathematik/Informatik, Physik und Technik zuzuordnen. Die in Emden gekürten Siegerinnen und Sieger erwartet ein Ticket für den Landeswettbewerb nach Clausthal-Zellerfeld (Kategorie „Jugend forscht“) vom 22. bis zum 24. März bzw. nach Oldenburg (Kategorie „Schüler experimentieren“) vom 18. bis zum 20. März. Die Siegerinnen und Sieger von Clausthal-Zellerfeld qualifizieren sich überdies für den Bundeswettbewerb in Heilbronn vom 27. bis zum 30. Mai. Für die Kategorie „Schüler experimentieren“ findet kein Bundesentscheid statt.

Beide Emder Projekte schickt das Johannes-Althusius-Gymnasium ins Rennen. Die 15-jährige JAG-Schülerin Nele Drüner, betreut von Stefan Wild von der Hochschule Emden/Leer, hat im Rahmen des Fachgebiets Physik alternative Nutzungsmöglichkeiten von Lichtwellenleitern erforscht. So konnte sie diese z. B. zur Messung der Steigung einer metrischen Schraube oder der Wärmeausdehnung von Metall erfolgreich zum Einsatz bringen. Für Nele Drüner ist die diesjährige Teilnahme die fünfte insgesamt, sie konnte schon in den letzten Jahren mit ausgeklügelten Ideen und wissenschaftlichem Tiefgang im Regional- und Landeswettbewerb überzeugen. Stefan Wild betreut bereits seit 16 Jahren Schülerinnen und Schüler aus Emden. Und das mit großem Erfolg: Fast immer hat es für einen Platz auf dem Siegerpodest gereicht.  

Die weiteren Projektteilnehmer reisen aus Aurich, Bad Zwischenahn, Bad Bederkesa, Cuxhaven, Leer, Oldenburg, Ritterhude und Wilhelmshaven an.

 

Hintergrund:

Der Wettbewerb „Jugend forscht“ wurde 1965 von Henri Nannen u. a. vor dem Hintergrund des existierenden Fachkräftemangels ins Leben gerufen. Und das mit großem Erfolg, denn es zeigt sich, so Regionalwettbewerbsleiter Georg Janssen, dass eine beträchtliche Zahl der teilnehmenden Schülerinnen und Schüler auch im jeweiligen Fachgebiet ein Studium aufnehme.

In diesem Jahr findet der 56. Bundeswettbewerb statt. Niedersachsen ist in acht Regionalwettbewerbe aufgeteilt, bundesweit gibt es 90 Regionalwettbewerbe in den 16 Bundesländern. Das Einzugsgebiet des Regionalwettbewerbs Emden reicht von der Nordseeküste über Oldenburg und Ritterhude bis nach Cuxhaven. Geforscht wird in den oben genannten sieben Fachgebieten, unterteilt in die Sparten „Jugend forscht“ (Schüler und Studierende von 15 bis 21 Jahren) und „Schüler experimentieren“ (ab Klasse 4 bis 14 Jahre).

Die Finanzierung des Regionalwettbewerbs Emden wird von diversen Sponsoren geleistet. Zu diesen gehören die Stadt Emden, die Stadtwerke Emden sowie die Sparkassen Emden, Aurich-Norden, Oldenburg, Rotenburg-Osterholz und Wilhelmshaven.