6.09.19 10:23
Von: CON/HEK

75 Jahre Zerstörung der Stadt Emden - Schülerinnen der BBS II Emden präsentieren Zeitzeugenberichte


Das Plakat zur Veranstaltung - entworfen von Schülerinnen der BBS II Emden

Die ehemalige BBS II-Schülerin Antje Zents rezitiert Szenenausschnitte aus dem Theaterstück "6.September 1944"

Sophie Bless, Schülerin des Ausbildungsgangs Mediengestaltung, während ihres Beitrags

Die BBS II Emden beteiligte sich am 4.9.2019 im Rahmen der Gedenkwoche zu „75 Jahre Zerstörung der Stadt Emden“ in der Neuen Kirche mit einem Rückblick auf den düstersten Tag der Hafenstadt. Seit 2015 haben SchülerInnen und Schüler der BBS II unter der Leitung des Geschichtslehrers und kommissarischen Schulleiters Gero Conring Interviews durchgeführt, um einen Eindruck von diesem traumatischen Tag zu bekommen. Die Ergebnisse dieser Befragungen sind in einer Publikation veröffentlicht worden, die im Buchhandel (Lesezeichen) zu erwerben ist.

In der Veranstaltung "Die Zerstörung der Stadt Emden 1944" präsentierten vier Schülerinnen des 2. Ausbildungsjahres Mediengestaltung (Kirsten Schüür, Nantke Ulferts, Sophie Bless, Pia Wüstefeld) der BBS II Emden Auszüge aus diesen Zeitzeugenberichten. Im Vorfeld hatten die vier Auszubildenden das Plakat für den Vortragsabend entworfen.

Außerdem rezitierte die ehemalige Schülerin Antje Zents Szenenausschnitte aus dem Theaterstück "6. September 1944". Werner Zwarte hatte im Jahr 2014 die Kindheitserinnerungen von Marianne Claudi („Kinderszenen im September 1944“) bearbeitet und inszeniert. Die Aufführung wurde seinerzeit in der Neuen Kirche realisiert mit Antje Zents in der Hauptrolle, dem Mädchen „Marianne“.

Auf die Projektion von Bildern wurde bewusst verzichtet, um das Tryptichon von Bodo Olthoff im Hintergrund nicht zu überdecken. Das Kunstwerk sollte für sich wirken, um das gesprochene Wort nicht in Konkurrenz zu dem ausdrucksstarken Bild treten zu lassen, wie Gero Conring zu berichten wusste.

Rezitation und Zeitzeugendarstellung wurden abwechselnd präsentiert, damit der Spannungsbogen über die Dauer der Veranstaltung erhalten bleiben konnte. Die eindrückliche Sprache von Antje Zents, die mit Geschwindigkeit, Lautstärke und Entsetzen ob des Bombardements zu modulieren wusste, zog die Zuschauer in ihren Bann. Diese beschrieben den Abend als eindrücklich und sehr intensiv - mit der Möglichkeit, sich in die Situation der Kinder, Jugendlichen bzw. jungen Menschen von 1944 hineinversetzen zu können.