7.11.18 08:13
Von: CON/HEK

Schüler aus Lodz, Ozorkow und Emden bereiten Gedenkveranstaltungen vor


Die Schülergruppe (Zespol Szkol Politechniki, BBS II Emden) im Amphitheater der BBS II Emden gemeinsam mit den Lehrkräften Gero Conring (mittlere Reihe, 1. v. r.), Agnieszka Swica (2. Reihe, 2. v. r.), und Aleksandra Jurek (hintere Reihe, 1. v. r.)

Intensive Vorbereitung auf den Schülerbeitrag am 9. November

Die Deutschlehrerin Agnieszka Swica betreut die Lernenden

Schülerinnen und Schüler aus den polnischen Städten Lodz und Ozorkow bereiten seit Montag die Gedenkveranstaltungen am 9. November 2018 in der Stadt Emden vor. Am Ort der ehemaligen Synagoge werden SchülerInnen des Gymnasiums Ozorkow und des Max-Windmüller-Gymnasiums Emden im Rahmen der Gedenkveranstaltung insbesondere Täterbiografien in das Zentrum ihrer Präsentation stellen. Anschließend wird im Eingangsbereich der VHS eine Gedenktafel zur Erinnerung an die Geschehnisse der Progromnacht um die Neutorschule (heute VHS) enthüllt.SchülerInnen der Zespól Szkól Politechniki Lódzkiej werden mit ihren MitschülerInnen von der BBS II Emden das Geschehen in der Nacht vom 9.11. auf den 10.11. in Emden darstellen.

Außerdem steht auf dem Programm der Besuch der Filmpräsentation des auf dem Emder Filmfest uraufgeführten Filmes „Der Letzte Jollyboy“, eine biografische Skizze über Leon Schwarzbaum, einem mittlerweile 93 Jahre alten Auschwitzüberlebenden. Schwarzbaum begibt sich auf eine Reise in das Polen seiner Kindheit. Weiterhin besucht die Schülergruppe die Ehemalige Jüdische Schule Leer, wo Schule und Ausstellung erklärt werden. Die Chronik der letzten jüdischen Schule in Emden wird dort derzeit ausgestellt. Das Kennenlernen der deutschen Familien, des deutschen Alltagslebens kommt aber auch nicht zu kurz. Im März 2019 findet der Gegenbesuch in Lodz/Ozorkow statt.

BBS II-Schulleiter Ulrich Wiegers begrüßt den Schüleraustausch sehr: „Den interkulturellen Austausch von Schülern zweier historisch eng verwobener Länder mit Erinnerungsarbeit zu verknüpfen, dient nicht nur der reflektierten Rückschau auf das Geschehene, sondern vor allem auch einem trag- und zukunftsfähigen Fundament für Verständigung und Freundschaft."