15.02.18 19:31
Von: HEK

„Jugend forscht“ in Emden – Regionalwettbewerb findet am 22. und 23. Februar 2018 in den Räumen der BBS II statt

Unter dem Motto „Spring!“ präsentieren Deutschlands Nachwuchsforscher ihre kreativen und spannenden Projekte rund um die Themenfelder Naturwissenschaften, Mathematik und Technik. In diesem Jahr haben sich bundesweit 12.069 Jugendliche mit einem Rekordergebnis von 6520 Projekten für insgesamt 87 Regionalwettbewerbe bei Deutschlands bekanntestem Nachwuchswettbewerb angemeldet. Am 35. Regionalwettbewerb Emden in der Nord-West-Region nehmen 148 Teilnehmer mit insgesamt 76 Projekten teil.


Gemeinsame Sache: 35. Regionalwettbewerb "Jugend forscht" an den BBS II Emden

Das aktuelle Plakat des Wettbewerbs (® Stiftung Jugend forscht e. V.)

Die Max-Jungforscher Leon Bernhard und Janna Stracke präsentieren ihr Projekt in den Werkstätten der BBS II

Das Projekt im Detail: Der Nachbau von Alessandro Voltas Batterie mit dazugehöriger Holzkonstruktion

Erfolgreicher Test: Das Leuchten der Diode wird mit Spannung erwartet

Von den Schülern der BBS II eigens für das Projekt konstruiert: Die Schneidevorrichtung für die Glasschalen

Bilder und Ergebnisse aller Teilnehmer finden Sie hier.

Regionalwettbewerbsleiter und BBS II-Schulleiter Ulrich Wiegers freut sich auf die vielfältigen Arbeiten in den unterschiedlichen Fachgebieten, deren Leitidee der Wissensdrang nach dem Entdecken von Unbekanntem und von neuen Zusammenhängen bzw. der Neuaufbereitung und Weiterentwicklung von Zusammenhängen ist. Dabei wird er im Rahmen der Ausrichtung und Organisation u. a. von BBS II-Lehrer und Jurymitglied Georg Janssen unterstützt. Aus Emden nehmen in diesem Jahr 27 Jungforscher mit 12 Projekten teil.

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, die Arbeiten der Ausstellenden in der Pausenhalle der BBS II Emden am Steinweg 25 zu besichtigen:

  • Donnerstag, 22. Februar, von 10:00 bis 17:30 Uhr und

  • Freitag, 23. Februar, von 09:00 bis 11:00 Uhr

  • Die Festveranstaltung mit der Übergabe der Preise findet am Freitag, dem 23. Februar, um 11.30 Uhr im Neuen Theater statt

Die Projekte haben die unterschiedlichsten Ideen zum Gegenstand und sind den Kategorien Arbeitswelt, Biologie, Chemie, Geo- und Raumwissenschaften, Mathematik/Informatik, Physik und Technik zuzuordnen. Alle Arbeiten - für zwei von ihnen wurde bereits ein Patent angemeldet - werden von einer Jury, die aus insgesamt 41 Fachleuten aus Wirtschaft, Schule und dem Hochschul- und Universitätswesen besteht, kritisch beäugt und begutachtet. Die in Emden gekürten Sieger erwartet ein Ticket für den Landeswettbewerb nach Clausthal-Zellerfeld (Kategorie „Jugend forscht“) vom 12. bis zum 14 März bzw. nach Oldenburg (Kategorie „Schüler experimentieren“) vom 5. bis zum 7. April. Die Sieger von Clausthal-Zellerfeld qualifizieren sich darüber hinaus für den Bundeswettbewerb in Darmstadt vom 24. bis zum 27. Mai. Für die Kategorie „Schüler experimentieren“ findet kein Bundesentscheid statt.

Von den zwölf Emder Projekten schickt allein das Johannes-Althusius-Gymnasium zehn Jungforscherteams ins Rennen. Die beiden weiteren Projektteams vertreten das Max-Windmüller-Gymnasium.

Die drei Max-Schüler Jonas Stracke, Leon Bernhard und Janna Stracke haben sich im Rahmen des Fachgebiets Physik der Erfindung der Batterie durch Alessandro Volta im frühen 19. Jahrhundert, durch die ein neues Zeitalter der Elektrizität begann, genähert. In ihrem Projekt haben sie die Experimente von Volta nachgestellt, um dessen Idee und die Umstände der technischen Umsetzung besser begreifen zu können. „Der Modellnachbau soll zudem für künftige Schüler im Physikunterricht erfahrbar machen, wie Volta der Spannung in einer Welt ohne Messgeräte auf die Spur kam“, sagt der betreuende Physiklehrer Andreas Makus. Als Grundlage der Arbeit dienten Veröffentlichungen und Briefe, die Volta im Zuge seiner Arbeit verfasst hat. Tatkräftige Unterstützung erhielt das Forscherteam des Max dabei von Schülern der Klasse 13 des Beruflichen Gymnasiums der BBS II Emden. Diese erstellten unter der Leitung von Lehrer Peter Termöhlen eine für das Batteriemodell nötige Holzkonstruktion sowie entsprechende Glasschalen. Zudem fertigten sie für den komplizierten Zuschnitt der Schalen - diese wurden aus leeren Bierflaschen gewonnen - einen eigens dafür entwickelten Glasschneider an.

Die Kooperation der beiden Schulen begrüßt BBS II-Schulleiter Ulrich Wiegers sehr: “Die Zusammenarbeit der Jungforscher des Max und der Schüler unseres Beruflichen Gymnasiums zeigt, welche Synergieeffekte der Schulstandort Emden zu bieten hat.“

Alle weiteren Projektteilnehmer reisen aus Aurich, Bad Zwischenahn/Edewecht, Rastede, Wilhelmshaven, Westerstede, Oldenburg, Delmenhorst, Osterholz-Scharmbeck, Ritterhude, Hagen im Bremischen, Bad Bederkesa und Cuxhaven an.

 

Hintergrund:

Der Wettbewerb „Jugend forscht“ wurde von Henri Nannen 1965 auch vor dem Hintergrund des zum damaligen Zeitpunkts ebenfalls existierenden Fachkräftemangels ins Leben gerufen. Und das mit großem Erfolg, denn es zeigt sich, so Regionalwettbewerbsleiter Ulrich Wiegers, dass eine beträchtliche Zahl der teilnehmenden Schüler auch im jeweiligen Fachgebiet ein Studium aufnehme.

In diesem Jahr findet der 53. Bundeswettbewerb statt. Niedersachsen ist in sieben Regionalwettbewerbe aufgeteilt, bundesweit gibt es 87 Regionalwettbewerbe in den 16 Bundesländern. Das Einzugsgebiet des RW Emden reicht von der Nordseeküste bis zur Weser und in den Raum Syke bzw. ins nördliche Emsland. Geforscht wird in den oben genannten sieben Fachgebieten, unterteilt in die Sparten „Jugend forscht“ (15 bis 21 Jahre) und „Schüler experimentieren“ (ab Klasse 4 bis 14 Jahre). Der Regionalwettbewerb Emden findet Unterstützung durch die Stadt Emden, die Stadtwerke Emden und den Verbund der Sparkassen Ostfrieslands, Oldenburgs und der Stadt Syke.